Fachkräftesicherung



"Fachkräftesicherung in der Altenpflege"

Laufzeit: 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014. Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen. Gefördert aus Mitteln Europäischen Union und des Landes Berlin.

Die Altenpflege hat in Berlin eine wachsende Bedeutung, wenn es um die Sicherung einer guten Infrastruktur für die Berliner Bevölkerung geht. Gleichermaßen ist die Branche ein bedeutender Arbeitsmarkt.

 

Knapp 30 % aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Gesundheit- und Sozialwesen in Berlin waren 2012 in der Altenpflege beschäftigt. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist ein weiteres Beschäftigungswachstum der Branche zu erwarten. Eine Prognose auf Grundlage der Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes und der Bevölkerungsvorausberechnung (2012) geht von einer Erhöhung des in Vollzeit beschäftigten Pflegepersonals in stationären Einrichtungen in Berlin von 9.500 in 2011 auf 15.600 in 2030 aus. Auch bei den Teilzeitbeschäftigten sind Zuwächse von 7.900 in 2011 auf 13.000 in 2030 zu erwarten. Ähnliche Entwicklungen werden in Berlin in der ambulanten Pflege angenommen. Nähere Informationen findne Sie hier.

 

 

Vorstellung der neuen Pflegehilfeausbildung mit landesrechtlicher Anerkennung
Am 4. Dezember 2014 stellte Boris Velter, Staatssekretär für Arbeit, das Konzept der landesrechtlichen Ausbildung zur Pflegeassistenz mit den Schwerpunkten Altenpflege oder Gesundheits- und Krankenpflege vor. Die Präsentation erfolgte im Rahmen eines Salongespräches des „Berliner Bündnisses für Altenpflege“.


Staatssekretär Velter begründete die Schaffung der neuen Ausbildung im Pflegebereich damit, dass die Passgenauigkeit zwischen potenziellen Auszubildenden und Arbeitgebern verbessert werden müsse. Denn die Nachfrage nach Personal in der Altenpflege werde nicht nur größer, sondern auch differenzierter. Zudem sollten Menschen, die arbeiten wollen, nicht durch formale Hindernisse vom Arbeitsmarkt oder der Qualifizierung ausgeschlossen werden. Einstiege und Entwicklungsmöglichkeiten müssten geschaffen, neue Wege beschritten werden.


Durch die Erweiterung des Tätigkeitsfeldes der zukünftigen Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten soll eine spürbare Entlastung der Fachkräfte erreicht werden. Der neue Ausbildungsgang der Pflegeassistenz spricht besonders lebenserfahrene Menschen an, die sich eine berufliche Perspektive in der Pflege vorstellen können.
Staatssekretär Velter betonte zudem, die Möglichkeit der Verknüpfung der neu geschaffenen Ausbildung mit einem geförderten Sprachkurs baue weitere Zugangshürden ab und schaffe so neue Perspektiven - für die Menschen und für die Pflege im Land Berlin.


Die Informationsbroschüre zur Ausbildung zur Pflegeassistenz mit den Schwerpunkten Altenpflege oder Gesundheits- und Krankenpflege finden Sie hier.


Das Informationsblatt für einen begleitenden Sprachkurs finden Sie hier.



»Innovativ Nachwuchs gewinnen – Auszubildende für die Altenpflege« – Maßnahmen der Berufsorientierung und Personalrekrutierung von Auszubildenden, Fachdialog am 28. Oktober 2014

Es wird zunehmend schwierig Auszubildende für die Altenpflege zu gewinnen. Vielfach heißt es, die Ausbildung und der Beruf seien zu wenig attraktiv, daher die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber gering. Aber wie wird eigentlich für die Ausbildung bzw. für den Beruf Altenpflege geworben? Wie werden freie Ausbildungsplätze bekannt gemacht? Wie gehen die Projekte zur Berufsorientierung bei der Vorstellung von Pflegeberufen vor?


»Was tun, wenn Pflegepersonal knapp wird? – Unterstützung zur Personalentwicklung im Land Berlin«, Fachdialog am 23. Juni 2014

Welche Fördermöglichkeiten bietet das Land Berlin für Beschäftigte sowie Unternehmen und wer sind die jeweiligen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Fachdialogs am 23.06.2014. 


Es wurde praxisorientiert aufgezeigt, welche konkreten Unterstützungen für Betriebe in der Branche Altenpflege von dem Land Berlin, der Agentur für Arbeit und den Jobcentern über die vielfältigen Fördermaßnahmen angeboten werden.
Der "Förderwegweiser Pflege" wurde vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine Zusammenstellung von Fördermaßnahmen, die für (potenzielle) Beschäftigte und Unternehmen der Branche Altenpflege genutzt werden können.
 
Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.


»Berliner Bündnis für die Fachkräftesicherung in der Altenpflege 2014 – aktiv«, Tagung am 21. Mai 2014, 10.00 bis 13.30 Uhr
Am 21. Mai 2014 trafen die Partnerinnen und Partner des Berliner Bündnisses für Altenpflege zu ihrer diesjährigen Tagung zusammen. Dieses wurde vor fast genau einem Jahr mit neuen Impulsen von der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat gestartet. Seitdem leistete das Bündnis engagierte Arbeit. Gemeinsam sind Maßnahmen zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Altenpflege erarbeitet und diese auf der Tagung präsentiert worden. Vorgeschlagen worden sind eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Altenpflege, eine angemessene Entlohnung und ausreichende Personalbemessung. Aber auch die Befreiung von Schulgeldzahlung während der Ausbildung, eine ausreichende Refinanzierung der Fort- und Weiterbildung für die Träger und eine auch für Berlin staatlich anerkannte Pflegehilfeausbildung mit Anschlussfähigkeit zur Fachkraftausbildung waren Themen auf der Tagung.


Senatorin Kolat und der Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja zogen in ihren Reden Zwischenbilanz zu den bisherigen Aktivitäten und ermunterten die Partnerinnen und Partner zur weiteren gemeinsamen Arbeit.


Auf der Tagung konnten mit den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UvB) und dem Berliner Beirat für Familienfragen zwei weitere Bündnispartner begrüßt werden. Eine Aufstellung der Partnerinnen und Partner im Bündnis finden Sie hier…


Das Studiogespräch mit der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen vom 21.05.2014 können Sie unter den nachfolgenden Links aufrufen.


Studiogespräch mit der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen vom 21.05.2014:
http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2014/05/berliner-buendnis-altenpflege-jahresbilanz.html


Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

 

 

»Aktive und innovative Personalentwicklung in der Altenpflege – Herausforderung und Grenzen«, Fachdialog am 25. Februar 2014
Ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung zu haben ist eine zunehmende Herausforderung in der Pflege geworden. Damit verbunden sind neue Anforderungen an eine strategische Personalentwicklung. Die Gewinnung von neuem gut qualifiziertem Personal ist ebenso von Bedeutung, wie die Weiterentwicklung der Stammbelegschaft durch geeignete Fort- und Weiterbildung. Welche Optionen und Chancen sich durch eine aktive Personalentwicklung für Pflegeeinrichtungen ergeben können, wurde bei diesem Fachdialog anhand von Beispielen dargestellt und Impulse für neue mögliche Wege wurden gegeben.


Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.


 

"Fachkräftesicherung in der Altenpflege"

Im Rahmen des Projektes „Arbeits- und Dienstleistungsqualität ein Geschwisterpaar – in Berlin – wo sonst!“. Laufzeit von 01/2013-12/2013.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen. Gefördert aus Mitteln des Landes Berlin.


Folder „Veränderungen gestalten – Erfolgreiche Personalentwicklung in der Altenpflege“, August 2013
Neue und erfolgreiche Personalentwicklungsmaßnahmen aus der Altenpflege bekannter und damit nutzbarer zu machen, ist Ziel dieses Folders. Der Folder zeigt einige betriebliche Gestaltungswege sowie den Nutzen für die Beschäftigten und für die Einrichtungen auf. Den Folder finden Sie hier.

Dokumentation der Auftaktveranstaltung, Mai 2013 

Am Mittwoch, den 15. Mai 2013 verlieh die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen des Landes Berlin, Dilek Kolat mit einer Auftaktveranstaltung der Qualitäts- und Qualifizierungsoffensive für Fachkräftesicherung in der Altenpflege „Für ein gutes Leben im Alter in Berlin“ neue Schubkraft.

 

Wohlfahrtsverbände und Träger von Senioreneinrichtungen, die Bundesagentur für Arbeit, Kostenträger, Pflegeverbände, Berufsgenossenschaft und Gewerkschaften sowie Arbeitgeberverbände sind Partnerinnen und Partner des Bündnisses. Die Netzwerkidee, die für gemeinsames Handeln steht, wurde von allen Anwesenden unterschrieben und aktive Mitwirkung wurde zugesagt.

 

Die Dokumentation der Auftaktveranstaltung finden Sie hier.


 

 Wege in die Altenpflege –

 Die Bildungslandkarte
 Altenpflege ist und hat Zukunft. In Berlin

 ist die Branche ein Jobmotor – 2010 gingen

 mehr als 50.000 Menschen einer

 sozialversicherungspflichtigen

 Beschäftigung in dem Wirtschaftssegment

 nach. Aufgrund demografischer

 Wandlungsprozesse wird die Zahl

 pflegebedürftiger Menschen zukünftig

 wachsen – und damit wird die

 beschäftigungspolitische Altenpflege immer

 wichtiger.
 Das Berufsfeld Altenpflege bietet eine

 Vielzahl an Möglichkeiten in der Aus- und 

 Weiterbildung. Oft ist dies nur auf den

 zweiten Blick oder mit einiger Erfahrung

erkennbar. Aus diesem Grund haben wir die „Bildungslandkarte Altenpflege“

entwickelt. Sie zeigt Karriere- und Entwicklungswege in der Altenpflege auf. Die Darstellung richtet sich an interessierte Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte oder Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die die Branche als Berufsfeld kennenlernen und sich einen Überblick über Berufswege verschaffen wollen. Die Bildungslandkarte steht hier zum Download bereit.




 Qualität in der Pflege sichern –

 Fachkräfte gewinnen

 „Modulare (Nach) Qualifizierung auf dem

 Niveau einer Kranken- und

 Altenpflegehelferin / eines Kranken- und

 Altenpflegehelfers“ 

 

 Ausgangslage
 Mit der Qualitäts- und Qualifizierungsoffensive

 „Für ein gutes Leben im Alter in Berlin für die

 Fachkräftesicherung in der Altenpflege“  - wird

 in Berlin bereits den umfangreichen An- und

 Herausforderungen in der Altenpflege

 entsprochen. Das Fünf-Punkte Programm der

 Offensive betont, dass die Entwicklung der

 Pflegeberufe

und die Sicherung der Fachkräfte

 mittels Qualifizierung und Aufstiegsorientierung

 sowohl für die Qualität der Pflege als auch für

 die Qualität der Arbeit in den pflegenden

 Berufen von herausragender Bedeutung sind.

Dies wird in den strategischen Zielsetzungen des Programms „BerlinArbeit“  unterstrichen. Das Programm „BerlinArbeit“, benennt die Sicherung des Bedarfs an gut qualifizierten Fachkräften, besonders die Ausschöpfung des Fachkräftepotentials bei Erwerbslosen und die Förderung von gering qualifizierten Beschäftigten, als wesentliche Ziele der Arbeitsmarktpolitik.

 

Was das Projekt will
Hier knüpft das aktuelle Modellprojekt „Qualität in der Pflege sichern – Fachkräfte gewinnen, modulare (Nach) Qualifizierung auf dem Niveau einer Kranken- und Altenpflegehelferin / eines Kranken- und Altenpflegehelfers“ an. Die zentralen Aufgaben des Projektes bestehen in der Erfassung möglicher Potenziale von erwerbslosen Personen oder geringqualifizierten Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen für eine qualifizierte Ausbildung in der Pflege auf dem Niveau der Pflegehilfe. Des Weiteren wird ermittelt, ob in Berlin eine Ausbildung in der Pflegehilfe mit landesrechtlicher Anerkennung eingeführt werden sollte.
Im November 2012 beschloss die Arbeits- und Sozialministerkonferenz definierte Mindeststandards für die Ausbildung in der Pflegehilfe, verbunden mit gegenseitiger Anerkennung der nach Landesrecht erworbenen Abschlüsse. Im Rahmen der Bundesoffensive Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege 2012-2015 führte die Bundesregierung eine Änderung des § 7 des

Altenpflegegesetzes herbei. Dieser sieht jetzt erweiterte Möglichkeiten der Verkürzungstatbestände bei einer Ausbildung zur Altenpflegefachkraft vor. Daneben enthält der Entwurf für ein neues Pflegeberufsgesetz eine verbesserte Weiterentwicklungsmöglichkeit von Pflegehilfskräften zu Fachkräften.

Die benannten Entwicklungen lösen neue Impulse in der Diskussion der künftigen Struktur der Pflegeberufe aus. Dies möchte das aktuelle Projekt aufgreifen und einen Beitrag zu einem Diskurs der möglichen Etablierung einer künftigen regulären Ausbildung in der Pflegehilfe und der Gewinnung eines breiten Potenzials zur Gewinnung möglicher Fachkräfte in Berlin leisten.

 

Fachdialog »Struktur der Pflegeberufe im transnationalen Vergleich Brauchen wir in Deutschland und in Berlin eine neue Antwort?« am 26. November 2013 in Berlin.

Wir laden Sie zu einem transnationalen Fachdialog, in dem wir den Aufbau und die Perspektiven der Strukturen der Pflegeberufe in der Schweiz, Schwedens und Deutschlands beleuchten, herzlich ein. Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie demnächst hier.

 

Expertinnen- und Expertendiskussion „Welche Aspekte beinhaltet eine Ausbildung auf dem Niveau der Pflegehilfe?“ am 13. März 2013 in Berlin.

Die Landesinitiative „Für ein gutes Leben im Alter – Qualitäts- und Qualifizierungsoffensive für Fachkräftesicherung in der Altenpflege“ in Berlin beinhaltet zentrale Aspekte zur Qualitäts- und Qualifizierungsentwicklung in der Pflege und zur Gewinnung von Fachkräften. Ein wesentlicher Baustein der Initiative befasst sich mit der Entwicklung der Pflegeberufe. Die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung von Pflegekräften sichert eine gute Qualität der Pflege. Neben der Förderung von beruflichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Beschäftigten in der Pflege, bedarf es darüber hinaus auch gemeinsame Anstrengungen, um das Potenzial zur künftigen Fachkräftesicherung zu verbreitern. In diesem Workshop greifen wir dazu die Frage auf, welche A

spekte bei einer Ausbildung auf dem Niveau der Pflegehilfe in Berlin zu berücksichtigen wären. In Berlin arbeitet eine große Anzahl von geringqualifizierten Beschäftigten im Pflegebereich. Darüber hinaus gelingt jedes Jahr erwerbslosen Frauen und Männern über von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter geförderten beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen der Einstieg in die Pflege. Die Nachfrage nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die über eine Basisqualifikation in der Pflege verfügen ist ungebrochen. Formal gelten diese Beschäftigten auch nach mehreren Jahren Berufstätigkeit im Pflegebereich als gering qualifiziert. Eine berufliche Weiterentwicklung ist nur über eine Umschulung in der Alten- oder Gesundheits- und Krankenpflege möglich. Geringqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, erwerbslose Frauen und Männer stellen ein Potenzial zu Absicherung des künftigen Fachkräftebedarfs dar. Diese Ressource über eine praxisorientierte mindestens 1-jährige Ausbildung auf dem Niveau der Pflegehilfe zu erschließen, würde die Chance einer zügigen Nachqualifizierung von Fachkräften wesentlich erhöhen. Zugleich eröffnet sich „Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern“ im Pflegebereich eine berufliche Perspektive.

Die Dokumentation zur Veranstaltung finden Sie hier