Alters- und Alternsgerechtes Arbeiten


Demografische Entwicklung gestalten – Potenziale nutzen

Die Folgen der demografischen Entwicklung in Deutschland sind bekannt: Alterung und Schrumpfung der Erwerbsbevölkerung werden unsere Arbeits- sowie Wirtschaftslandschaft nachhaltig verändern. Von dieser Entwicklung werden die Betriebe in all ihren Funktionen erfasst: auf der Absatzseite, dem Innovationsprozess und der Belegschaftsstruktur. Die Zeiten, in denen man ausscheidende Ältere nahezu mühelos durch qualifizierten Nachwuchs ersetzen konnte, sind bald vorbei. Strukturwandel und Innovation müssen künftig mit alternden Belegschaften bewältigt werden. Selbst wenn die Zuwanderung massiv ansteigt (dafür spricht wenig) ist dieser Trend nicht umkehrbar. Reagiert werden muss jetzt. Wer erst dann aktiv wird, wenn bereits die Auswirkungen zu spüren sind, erleidet Wettbewerbsnachteile. Kernfelder eines demografiesensiblen betrieblichen Handelns sind:

 

> Gesundheitsprävention, mit dem Ziel, Gesundheit sowie Arbeitsfähigkeit

   von Frauen und  Männern in der Belegschaft zu erhalten.
> Sicherung des betrieblichen Wissens, damit ein Verlust von Wissen und

   Erfahrungen beim Ausscheiden von Beschäftigten vermieden wird.
> Arbeitsorganisation, die alterns-, lebenslauf- und geschlechtergerecht  

   gestaltet ist.

> Aktive Weiterbildung, denn lebenslanges Lernen wird zum zentralen Element 

   einer vorausschauenden Personalentwicklung bei längeren

   Lebensarbeitszeiten.
> Vorausschauende Rekrutierung von Fachkräften, damit das Potential an

   verfügbaren Fachkräften möglichst optimal ausgeschöpft wird.

 

Zugleich wächst das Erfordernis für die Betriebe, die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben zu ermöglichen. Dies ergibt sich vielfach, ebenfalls aus der demografischen Entwicklung:

 

> Die zunehmende Konkurrenz um Fachkräfte erfordert, sich den

   Bewerberinnen und Bewerbern als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

   Dabei zeigen Umfragen, dass die Möglichkeit, Beruf und Privatleben zu

   vereinbaren, von Beschäftigten weltweit als überaus wichtig angesehen wird.
> Das sinkende Arbeitsangebot zwingt Betriebe, ihren Fokus bei der

   Personalsuche zu erweitern: Das Potential der Frauen wird in den

   einschlägigen Diskursen an erster Stelle genannt. Diese haben traditionell

   hohe Erwartungen an die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, doch auch

   bei den Männern zeigt sich inzwischen ein wachsendes Engagement in der

   familialen Arbeit.
> Eine alternde Bevölkerung heißt zwingend auch, dass der Anteil jener

   Beschäftigten steigt, die sich in der Pflege von Angehörigen engagieren. Sie

   brauchen notwendigerweise die Chance, Beruf und Pflege zu vereinbaren und

   sind gleichzeitig weniger verzichtbar für ihre Arbeitgeber.
> Künftig gilt es, ältere Beschäftigte im Betrieb zu halten. Doch ergaben

   Befragungen, das, neben anderen Faktoren, oft fehlende Möglichkeiten zur

   Reduzierung der Arbeitszeit einem Verbleib im Unternehmen bis zum

   Rentenalter entgegen stehen.

 

Im verschärften Wettbewerb um gut ausgebildete Kräfte, bei einer zukünftig schrumpfenden Erwerbsbevölkerung, werden Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten entscheidende Größen. Somit ist eine Personalpolitik, die demografiefest ist und zugleich die Balance von Arbeit und Privatleben ermöglicht, eine zentrale Voraussetzung für den unternehmerischen Erfolg.

 

Die Wert.Arbeit GmbH, Berlin bietet Beratungen zur demografiesensiblen Personalpolitik an: Von A wie Arbeitsorganisation bis Z wie Zufriedenheit!

 

Aktuelle Beispiele finden Sie unter ...