Alters- und Alternsgerechtes Arbeiten


 

 Beschäftigungs- und Zukunftsfähigkeit sichern –

 Demografie gestalten

 Eine Praxisstudie zur arbeitspolitischen Gestaltung des

 demografischen Wandels

 in Industrieunternehmen in Berlin/ Brandenburg/

 Sachsen

 Laufzeit: Januar 2015 – Dezember 2015.

 Der Handlungsdruck steigt: Alternde Belegschaften,

 Fachkräftesicherung und der Erhalt der

 Beschäftigungsfähigkeit verlangen Lösungsansätze in  

 Industriebetrieben. Unternehmen und Tarifpartner stehen

 vor der Herausforderung, auf betriebs- wie tarifpolitischer Ebene Maßnahmen zu gestalten, die der Alterung der Belegschaften Rechnung tragen und dazu führen, dass deutlich mehr Beschäftigte als bisher bis zum Renteneintrittsalter gesund und motiviert in den Unternehmen verbleiben. Gleichzeitig gilt es, die Nachfolge junger Fachkräfte zu sichern.
Vor diesem Hintergrund gilt es, fördernde und hinderliche Einflussfaktoren für alternsgerechte Arbeit zu klären und gute betriebliche Praxis zu ermitteln, um die arbeitspolitische Gestaltung des demografischen Wandels weiter voran zu bringen. Dazu entwickeln wir betriebliche Fallbeispiele und setzen betriebliche Strategieworkshops um.

Ein Informationsblatt zur Praxisstudie finden Sie hier.

 

Gefördert durch die BGAG-Stiftung Walter Hesselbach.

 

 

Ein Kooperationsprojekt der Wert.Arbeit GmbH, Berlin und der IG Metall

Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen. 


 

„Aktives Altern im Betrieb gestalten!“

Alterung und Schrumpfung der Erwerbsbevölkerung verändern unsere Arbeitswelt – nicht erst in 10 bis 20 Jahren, sondern bereits heute! Das spüren ostdeutsche Betriebe besonders deutlich. Mitte 2011 zählten 31 % aller Beschäftigten in ostdeutschen Unternehmen zu der Altersgruppe ab 50 Jahre, in Westdeutschland „nur“

26 %. Zudem zeigt sich: Im verarbeitenden Gewerbe ist die Alterung der Belegschaften bereits deutlicher vorangeschritten als im Dienstleistungsbereich.
Die demografische Entwicklung lässt sich nicht umkehren, aber gestalten! Auf dem Weg zu einem demografiefesten und zukunftssicheren Betrieb gilt es, schon heute die Rahmenbedingungen für morgen festzulegen – Schritt für Schritt. Hierbei bietet das Projekt „Aktives Altern im Betrieb gestalten!“ Unterstützung.  

Gemeinsam mit Betriebsrat und Arbeitgeberseite wollen wir Ansatzpunkte und Strukturen für ein aktives und gesundes Altern von Belegschaften in Industriebetrieben aus dem Organisationsbereich der IG Metall in Brandenburg und Sachsen ermitteln und umsetzen!


Hierzu bieten wir im Rahmen des Projekts folgende konkrete Unterstützungsleistungen an:
• Betriebsberatung: Egal ob Kleinbetrieb, Mittelständler oder Großunternehmen

   – insgesamt 10 Unternehmen können wir auf dem Weg zum alternsgerechten

   Unternehmen beraten und unterstützen.
• Vernetzung und Information: Bei fünf regionalen Veranstaltungen wollen wir

   den Austausch zum Thema unter Betrieben anregen.
• Von Erfahrungen profitieren: Mit einem „Werkzeugkasten“ voller 

   Informationen, Instrumenten und guten Beispielen aus den 

   Beratungsprozessen des Projekts sollen auch zukünftig andere Unternehmen

   in die Lage versetzt werden, gute Erfahrungen zu wiederholen – und schlechte

   zu vermeiden.

 

Den ausführlichen Informationsflyer zum Projekt finden Sie hier.

                           

 

Ein Kooperationsprojekt der IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen und der  Wert.Arbeit GmbH, Berlin, gefördert durch die Stiftung Neue Länder. Projektlaufzeit: 07/2013 – 06/2015.

 

 

Alter(n)sgerechtes Arbeiten – aber wie? Fachdialog am 30.09.2014 in Bautzen, im Rahmen des Projektes "Aktives Altern im Betrieb gestalten!".


Wie ist alter(n)sgerechtes Arbeiten im Betrieb gestaltbar? Auf diese Frage wollten rund 50 Betriebsräte auf der gemeinsam mit der IG Metall Bautzen durchgeführten Veranstaltung Antworten finden. Dabei wurde schnell klar: Die demografische Entwicklung in den Betrieben und der Region erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema. Betriebsräte können diese Aufgabe nicht alleine stemmen, aber wichtige Impulse setzen.


Die Gestaltung gesunder und ergonomische Arbeitsplätze und -verhältnisse ist dabei ein wichtiges Feld, auf das Betriebsräte gezielt einwirken können, wie Sven Riedel, Betriebsratsvorsitzender der GKN Walterscheid Getriebe GmbH, in seinem Bericht zeigte. Franziska Jungmann von der TU Dresden beleuchtete speziell die psychologischen Aspekte alternsgerechten Arbeitens, die sich unter anderem auch in der Arbeit der Führungskräfte und der Zusammensetzung der Teams verdeutlichen. In der Diskussion zwischen den Referentinnen und Referenten sowie dem Publikum wurde schnell deutlich, dass in die Gestaltung alter(n)sgerechter Arbeitsbedingungen in den Betrieben die Beschäftigen einbezogen und diese auch für neue Tätigkeiten, etwa im Zuge von Jobrotation, sensibilisiert werden müssen. Die Diskussion zeigte aber auch die Anforderungen an die Politik, Möglichkeiten des flexiblen Übergangs vom Arbeitsleben in die Rente zu schaffen. 


Den Vortrag von Franziska Jungmann (TU Dresden) finden Sie hier.
Zudem finden sie hier den Einführungsvortrag zur Veranstaltung mit Zahlen, Daten und Fakten zur demografischen Entwicklung in der Region Bautzen sowie Sachsen insgesamt.


 

 

 

  

 Mit Weiterbildung Beschäftigung 

 im demografischen Wandel

 sichern!

 Betriebliche Bildungsansätze für

 bildungsferne Beschäftigtengruppen in

 hessischen KMU befördern.

 Ein Kooperationsprojekt des DGB 

 Bildungswerks Hessen e.V. und der

 Wert.Arbeit GmbH, Berlin, gefördert

 durch Mittel des Wirtschaftsministerium

 Hessen und der EU. 

 

 Weiterbildung im Betrieb kann

 Fachkräftepotenziale erschließen –

 auch bei jenen Beschäftigtengruppen,

 die bisher in der betrieblichen

 Weiterbildung deutlich benachteiligt

 werden: Frauen, Un- und Angelernte,

 ältere Beschäftigte und Beschäftigte mit

 Migrationshintergrund. Hier fehlt es

 oftmals an betrieblichen Erfahrungen,

 diese Beschäftigtengruppen in das

 Weiterbildungsgeschehen einzubinden.

 Erste Ansätze zeigen, dass die

 Beteiligung an Weiterbildung oftmals

 dann gelingt, wenn Betriebsräte die

 Aufgabe als zentrale Akteurinnen und

 Akteure für die Ansprache und

 Motivation der Beschäftigten

 wahrnehmen.

 

Unser Projekt richtet den Blick auf die Potenziale der "Weiterbildungsbenachteiligten“ und will gemeinsam mit Betriebsräten sowie Personalverantwortlichen aus kleinen und mittleren Betrieben neue Bildungsansätze praxisnah und passend für den jeweiligen Betrieb entwickeln als auch erproben. Den Flyer zum Projekt finden Sie hier. Ferner finden Sie hier auch weitere ausführliche Informationen zum Projekt.

 

Die Bausteine unseres Projekts:

1. Auftaktveranstaltung zum "Haus der Arbeitsfähigkeit" –  

    alternsgerechtes Arbeiten und Lernen am 27.02.2013.

2. Handlungsorientierte Expertise zu brachenspezifischen Herausforderungen
    für die Gestaltung einer zielgruppengerechten Weiterbildung

3. Durchführung vier branchenspezifischer Fachdialoge für Betriebsräte zur 

    Information, Sensibilisierung und Qualifizierung für das Themenfeld

4. Schulung von Betriebsräten zum "Bildungsnavigator"

5. 12 betrieblich orientierte Qualifizierungsprozesse und Erprobung
    von innovativen Bildungsprodukten. Nähere Informationen finden Sie hier.

6. Transnationaler Austausch mit Expertinnen/ Experten aus Finnland und

    Österreich

 

 

Expertise "Un- und angelernte" Fachkräfte - jenseits der demografischen Debatte? 

Die Ernährungsindustrie in Sachsen-Anhalt im demografischen Wandel –
auf dem Weg zu personellen Engpässen bei einfachen Tätigkeiten

 

 „Un- und angelernte“ Arbeiterinnen und Arbeiter altern – und niemand schaut hin.“

 So lässt sich pointiert die Situation der un- und angelernten Beschäftigten auf einfachen Arbeitsplätzen in der Ernährungsindustrie in Sachsen-Anhalt beschreiben. Weder Unternehmen noch Politik nehmen diese Beschäftigten in den Blick und entwickeln Strategien für eine alternsgerechte Arbeit und damit die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Dabei arbeiteten im Jahr 2010 rund 20.000 Beschäftigte in der Ernährungsindustrie in Sachsen-Anhalt. Damit zählt sie zu den beschäftigungsintensivsten Branchen im Land. Einfache Arbeit spielt hier zudem auch künftig eine große Rolle. Vor diesem Hintergrund hat Claudia Dunst von der Wert.Arbeit GmbH, Berlin eine Kurzstudie verfasst, die durch die Hans-Böckler-Stiftung sowie die NGG unterstützt worden ist. 

 

Hohe Qualifikation der angelernten Beschäftigten – unsichtbar alterndes Potenzial in den Betrieben
In der Ernährungsindustrie in Sachsen-Anhalt arbeiten in den einfachen Tätigkeiten vielfach angelernte Beschäftigte, die eine hohe Beschäftigungs-fähigkeit aufweisen. Dazu gehören u.a. Qualifikation, umfangreiche Berufserfahrung, Flexibilität. Sie bilden oftmals das „Rückgrat“ für die reibungslosen und effektiven Arbeitsabläufe in den Betrieben. Von dieser Beschäftigungsfähigkeit profitieren die Unternehmen in vielfacher Hinsicht: Verantwortungsvolle und umsichtige Arbeitsweisen, hohe Kommunikations-fähigkeit, Flexibilität bei neueren (komplexeren) technischen Zusammenhängen. Doch diese Potenziale werden nicht gesehen. Sie zählen nicht als wirtschaftliche Herausforderung.
Daten zur Arbeitsqualität weisen ebenso wie die Fallbeispiele der Studie darauf hin, dass es um die dauerhafte Beschäftigungsfähigkeit in den Unternehmen schlecht bestellt ist. Insbesondere Qualifizierung und präventive Gesundheits-förderung wird in den Unternehmen wenig wahrgenommen. Aus diesen Ergeb-nissen lässt sich ableiten, dass der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit in ein-facher Arbeit eine zentrale Schlüsselfrage für die Bewältigung des demo-grafischen Wandels in der Ernährungsindustrie in Sachsen-Anhalt sein wird. Die Kurzstudie liefert dazu eine Reihe von Argumenten. Sie können die Studie hier als pdf-Dokument downloaden.

 

Demografie in Hessen

Der demografische Wandel - unsere alternde und gleichzeitig schrumpfende Bevölkerung, hat Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Bezogen auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt kennzeichnen alternde Belegschaften und weniger junge Menschen, die in das Erwerbsleben eintreten, die Situation. Diese Entwicklung ist in allen Industriestaaten zu beobachten und auch Hessen bildet hier keine Ausnahme!

 

Der enge Zusammenhang zwischen dem alterstrukturellen Wandel in der Gesellschaft und seinen Wirkungen in die Wirtschaft wird sowohl in der sozioökonomischen Analyse als auch in den strategischen Zielen des hessischen Operationellen Programms für die Förderung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) 2007-2013 mehrfach betont. Es wird hervorgehoben, dass sich alternde Belegschaften in der schnell entwickelnden Wissensgesellschaft bewähren müssen, um - auch international – konkurrenzfähig zu bleiben. Als unumgänglich wird, angesichts der prognostizierten Alterung auf dem Arbeitsmarkt und des sich anbahnenden Fachkräftemangels, die kontinuierliche Weiterbildung der Erwerbsbevölkerung bezeichnet. Dafür gilt es ein entsprechendes Weiterbildungsbewusstsein und entsprechende Angebote zu entwickeln.  Vor diesem Hintergrund will das Bundesland Hessen das Innovationspotenzial der Unternehmen – insbesondere der KMU – unterstützen und die Weiterbildung von Beschäftigten, auch und gerade von älteren Beschäftigten forcieren.

 

Wir werden diese demografische Entwicklung nicht aufhalten oder ändern können. Aber wir können sie gestalten, wenn wir rechtzeitig beginnen uns den Heraus-forderungen zu stellen. Doch viele Unternehmen haben dies noch nicht erkannt, teilweise wird sogar von einem Umsetzungsstau in den Betrieben gesprochen. Es besteht die Gefahr, dass Unternehmen in die „demografische Falle“ geraten, wenn mehrere ihrer Leistungsträger/Fachkräfte innerhalb eines kurzen Zeitraums aus dem Unternehmen ausscheiden und die Lücken angesichts des (teilweise) schon be-stehenden Fachkräftemangels nicht adäquat geschlossen werden können. Diesem Problem stellt sich das Projekt „Älterwerdende Belegschaften – alternsgerechtes Arbeiten und Lernen in Hessen“. In diesem Projekt des DGB Bildungswerk Hessen mit Mitteln des ESF und dem Land Hessen werden Beratungen für kleine und mittlere Unternehmen angeboten. Es will insbesondere die Betriebsräte für die aktive Mitwirkung in diesem betrieblichen Handlungsfeld gewinnen. Dies soll in den drei hessischen Regionen Nord-, Süd- und Mittelhessen geschehen.

 

Nähere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website des DGB-Bildungswerk Hessen e.V.: http://www.dgb-bildungswerk-hessen.de.