Chancengleichheit & Gender Mainstreaming

 

 

 Arbeitsqualität für Frauen durch

 branchenorientierte Chancengleichheitspolitik 

 und gezielte Frauenförderung – Ein  

 Geschwisterpaar für die Gleichstellungspolitik
 Ein Projekt der ver.di – gefördert im Rahmen der

 Bundesinitiative "Gleichstellung von Frauen in der

 Wirtschaft" (www.bundesinitiative-gleichstellen.de)

 Entwickelt wurde das Programm vom

 Bundesministerium für Arbeit und Soziales

 gemeinsam mit der Bundesvereinigung der

 Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Das Programm wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF). Laufzeit: 2010-2013

 

DGB,  BDA und BMAS haben gemeinsam die Bundesinitiative zur "Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft" entwickelt. Diese setzt  bei den nach wie vor bestehenden Unterschieden  in der Beschäftigung von Frauen und Männern an. Ziele und Handlungsfelder des Programmes sind:
- Eine  bessere Work-Life-Balance
- Gleiche Aufstiegschancen- und Karrierechancen
- Bessere Beteiligung an betrieblicher Weiterbildung
- Ein Verringerung der Einkommensunterschiede
- Eine eigenständige Existenzsicherung
Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier sowie auch auf der Internetseite www.bundesinitiative-gleichstellen.verdi.de.

 

Arbeitsorientierte Innovationspolitik zur Sicherung und Förderung der Frauenbeschäftigung in industriellen Branchen (2010 – 2013)

Ein Projekt der Wert.Arbeit GmbH, Berlin in Kooperation mit dem Funktionsbereich Frauen- und Gleichstellungspolitik der IG Metall. Gefördert im Rahmen der Bundesinitiative "Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft"  (www.bundesinitiative-gleichstellen.de). Entwickelt wurde das Programm vom

Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Das Programm wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF). Nähere Informationen finden Sie hier und auch auf der Internetseite www.gleichstellen-igmetall.de.


Frauen arbeiten in der IT-Industrie, sowie in der Elektro- und Automobilindustrie als Ingenieurinnen, Produktionsarbeiterinnen oder in kaufmännischen und technischen Angestelltentätigkeiten. Viele der weiblichen Beschäftigten verfügen über hohe Potenziale, lange Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit. Die seit Jahren anhaltenden strukturellen Veränderungen im industriellen Sektor wirken sich jedoch oftmals negativ auf diese vielen weiblichen Beschäftigten aus. Ungleichheiten bei Einkommen und der Besetzung von Führungspositionen sind zudem immer noch vorhanden. Die IG Metall und wir sehen hier dringenden Handlungsbedarf.

Ziel des Projektes ist die Unterstützung der betrieblichen Akteurinnen und Akteure, um gute Gleichstellungspraxis zu schaffen. Es geht dabei um die Sicherung der Frauenbeschäftigung in industriellen Branchen, die Verbesserung von Arbeitsbedingungen – darin eingeschlossen die Balance von Arbeit und Privatleben, Gesundheitsförderung oder Arbeitzeitregelungen – den Aufstieg und die Weiterbildung und Einkommensgerechtigkeit.

Das Projekt ist auf vier Branchen konzentriert: die Automobilhersteller, die Automobilzulieferer, die Elektro- und die ITK-Industrie.
 

Artikel Gute Arbeit 04/2011

Unterstützung für Industriebetriebe:
Gesundheitsförderung für Frauen und Männer
, Claudia Dunst/Astrid Knüttel.

Nicht überfordern, sondern im Kleinen anfangen und über den Tellerrand blinzeln: Wie man den Hebel Geschlechtergerechtigkeit im Arbeits- und Gesundheitsschutz ganz praktisch ansetzt, das zeigen am besten konkrete Beispiele. Zwei Skizzen aus der IT-Branche und der Elektroindustrie stehen dafür Pate – und bauen Vorbehalte ab. Zudem greift ein neues Projekt der IG Metall jenen Betriebsräten unter die Arme, die mit mehr Gender-Sensibilität starten wollen. Den Artikel finden Sie hier.


„Gute Arbeit! Chancengleichheit, Beschäftigungssicherung

und Aufstiegsförderung von (und für) Frauen im Gastgewerbe“

 

Ein Projekt der Wert.Arbeit, Berlin in Kooperation mit der  Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Gefördert im Rahmen der Bundesinitiative "Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft" (www.bundesinitiative-gleichstellen.de). Entwickelt wurde das Programm vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Das Programm wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF). Laufzeit: 1.10.2010 – 30.09.2013

Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist mit mehr als 1 Million Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als 55 Milliarden Euro eine der wichtigsten Branchen der deutschen Wirtschaft – Tendenz steigend!  Und wir alle machen die Erfahrung in unserem täglichen Leben: Wie oft nehmen wir eine Mahlzeit „außer Haus“ ein – in der Kantine, beim Bäcker um die Ecke oder in aller Ruhe in einem guten Restaurant? Was würde uns fehlen, wenn wir nicht auf Reisen  - sei es beruflich oder privat – ein gemütliches Zimmer oder eine passend gelegene Unterkunft finden könnten? Sprich: Ein lebendiges und abwechslungsreiches Gastgewerbe ist ein unverzichtbares Stück Lebensqualität!

Aber was für die Gäste angenehmer Komfort und abwechslungsreiches Angebot heißt, ist für die Beschäftigten im Gastgewerbe häufig „hartes Brot“. Gerade in dieser Branche ist der Anteil an prekärer Beschäftigung, niedrigen Löhnen, ausufernden Arbeitszeiten und gesundheitsbelastendem Stress besonders hoch.

Das Projekt hatte zum Ziel,  die Branche auf ihrem Weg zu „Guter Arbeit“ für die Beschäftigten durch Fachdialoge, betriebliche Beratungen, Unterstützung und Qualifizierung von Betriebsräten und die Bildung von Netzwerken zu unterstützen.

Im Dialog mit Kommunen sollte herausgearbeitet werden, wie hoch der Wert eines guten Gastgewerbes als Standortfaktor ist und innovative Konzepte der Förderung beraten werden. Im Fokus des Projektes standen zudem gleiche Chancen für Frauen, die den größten Teil der Beschäftigten bilden.

 

Nähere Informationen finden Sie hier und auch auf der Internetseite: http://www.ngg.net/netzwerke_gruppen/frauen/gute-arbeit/.  

 

Im Rahmen des Projektes wurden zahlreiche Praxisbeispiele von Unternehmen aus der Hotel- und Gastronomiebranche erstellt. Diese sollen Unternehmen als auch weitere Branchenakteurinnen und Branchenakteure animieren wie auch praktisch unterstützen, das Thema Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft anzugehen.  Die Praxisbeispiele können auf der Webseite der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter folgenden Link heruntergeladen werden: http://www.ngg.net/netzwerke_gruppen/frauen/gute-arbeit/praxisbeispiele/

 

Expertise: Balanceorientierte Schichtplangestaltung im Hotel- und Gaststättengewerbe
Die Arbeit im Hotel- und Gaststättengewerbe erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, da sich die Nachfrage der Kundschaft unmittelbar auf die Öffnungszeiten und damit einhergehend auf die Arbeitszeiten der Beschäftigten auswirkt. In den meisten Betrieben wird daher in Schichten gearbeitet, was häufig zu einer negativen Work-Life-Balance führt. Der Schlüssel zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist somit eine balanceorientierte Schichtplangestaltung. Die Expertise „Balanceorientierte Schichtplangestaltung im Hotel- und Gaststättengewerbe“ geht auf die komplizierten Rahmen- und Ausgangsbedingungen der Branche ein und zeigt auf, welche Aspekte bei der Arbeitsgestaltung beachtet werden müssen, um „Gute Arbeit“ zu ermöglichen. Weiterhin werden positive Beispiele angeführt und darauf hingewiesen, dass ein Betriebsrat bei der Umsetzung einer balanceorientierten Dienstplangestaltung eine zentrale Rolle spielen sollte. Die Expertise kann hier heruntergeladen werden.

 

 

Betriebsräte im Dialog und Regionaler Fachdialog: FAIR VERSORGT! Gute Arbeit im Gastgewerbe in der Metropole Berlin – passt dies überhaupt zusammen? am 05. Juni 2013.

Auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause und auch bei einem abendlichen gemütlichen Treffen nehmen die Bürgerinnen und Bürger im Land Berlin den Service des Gastgewerbes in Anspruch. Auch die internationalen Gäste der Metropolregion Berlin und die inländischen Besucherinnen und Besucher wertschätzen das breite und vielfältige Angebot des Gastgewerbes. Sie alle wollen FAIR versorgt werden.
Der Tourismus in Berlin verzeichnet stetig Zuwachsraten. Im Jahr 2012 kamen rund 10,8 Millionen Gäste in die Stadt, damit 10% mehr gegenüber dem Vorjahr. Dies – so der Konjunkturbericht zur wirtschaftlichen Lage in Berlin im 3. Quartal 2012 – ist auch ein wichtiger Impulsgeber für das Gastgewerbe. Es werden stetig wachsende Umsätze sowohl für die Gastronomie als auch für das Beherbergungsgewerbe und auch ein ansteigendes Beschäftigungsniveau skizziert (Konjunkturbericht – Zur wirtschaftlichen Lage in Berlin, 3. Quartal 2012, Prognose 2012/2013 – Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung – 30. November 2012).

 
Doch ein Blick hinter die Kulissen zeigt auch:
• Der Anstieg der Beschäftigung ist geprägt von einem hohen Anteil nicht

  existenzsichernder Teilzeit und von geringfügig beschäftigten Frauen und

  Männern.
• Von den Beschäftigten wird ein Höchstmaß an zeitlicher Flexibilität erwartet.

  Sie bieten ihre Dienstleistungen (oftmals) zu einer Zeit an, wenn ein großer

  Teil der Bevölkerung Erholung und Entspannung sucht.
• Der Anteil der Beschäftigten im Gastgewerbe, die sehr häufig oder oft unter
  Arbeitshetze und Zeitdruck leiden beträgt 70 % (DGB Index Gute Arbeit

  2012).

 

Im Dialog mit Vertreterinnen und Vertreter der Branche, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus der Politik sowie Wirtschaft, den Betriebsräten aus dem Berliner Gastgewerbe und Vertreterinnen und Vertretern der NGG Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten wurde der Frage nachgegangen: FAIR VERSORGT! Gute Arbeit im Gastgewerbe in der Metropole Berlin – passt dies überhaupt zusammen?


Rund 20 Betriebsrätinnen und Betriebsräte diskutierten im Betriebsrätedialog engagiert ihre Erfahrungen und Sichtweisen. Gemeinsam wurde ein Ein- und Überblick erarbeitet, der an die Politik herangetragen werden soll. Im Mittelpunkt standen fünf betriebliche Handlungsfelder:

• Älter werdende Belegschaften – demografische Entwicklung im Betrieb!?
• Arbeiten rund um die Uhr – die Arbeitszeit kennt keine Grenzen!?
• Ausbildung im Gastgewerbe – eine Chance mit Zukunft!?
• Von meiner Arbeit will ich leben können – gute Gründe für mehr Geld im

  Gastgewerbe!?
• Auch in der Freizeit gestresst! Vereinbarkeit von Beruf und Familie/

  Privatleben – keine Spur!?

 

Anschließend, im Regionalen Fachdialog, standen die Positionen und Aktivitäten der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen sowie der DEHOGA in Berlin im Zentrum.
Nach einer Einführung durch Sebastian Riesner, NGG-Gewerkschaftssekretär der Region Berlin-Brandenburg, stellte Michaela Rosenberger, stellvertretende NGG-Vorsitzende die Positionen und Forderungen der Gewerkschaft vor. Mit dem Titel „Gute Arbeit im Gastgewerbe – passt dies überhaupt zusammen?“ konzentrierte sich ihr Beitrag auf die Kernfelder Existenzsicherndes Einkommen, mitbestimmte Arbeit und Arbeitszeiten sowie Anerkennung und Respekt vor der Leistung der Beschäftigten, die zentrale Stellschrauben sind für Gute Arbeit und eine nachhaltige Fachkräftesicherung.


Anschließend stellte Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen im Land Berlin die wirtschaftliche Bedeutung des Gastgewerbes für die touristische Entwicklung der Stadt vor und legte die beschäftigungspolitischen Herausforderungen im Gastgewerbe offen. Vor diesem Hintergrund erläuterte sie die vielfältigen Initiativen der Senatsverwaltung zur Fachkräftesicherung: das Programm BerlinArbeit ebenso wie die „Gemeinsame Erklärung zur Stärkung der Sozialpartnerschaft in Berlin“, die kürzlich unterzeichnet wurde. Darauf folgend, konzentrierte sich Willy Weiland, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin e.V., auf die die Aktivitäten des DEHOGA zur Fachkräftesicherung im Gastgewerbe. In griffigen Charts zeigte Herr Weiland die hohe Priorität, die Aus- und Weiterbildung für den Verband hat und zeigte die vielfältigen Aktivitäten des Dehoga Berlin e.V. vor, während und nach der Ausbildung im Gastgewerbe auf.


Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

 


Neue Publikation: Mit dem Gender-Index gleichstellungspolitisch nach vorn! Beispielhafte Darstellungen von gleichstellungsorientierten Maßnahmen auf kommunalpolitischer Ebene

Gute Beschäftigung und Geschlechtergerechtigkeit sind zwei Schlüsselthemen für die zukunftsfähige Gestaltung unserer Gesellschaft. Dies ist keine kühne Behauptung, sondern ein bereits seit langem verfolgtes politisches Ziel. Gezielte Maßnahmen – gerade auch auf kommunalpolitischer Ebene – sind notwendig, um dieses Ziel zu erreichen. Zur Umsetzung entsprechender Strategien ist eine umfassende nach Geschlecht differenzierte Datenbasis notwendig. Mit dem Gender-Index steht diese seit Herbst 2008 für alle Kreise/ kreisfreien Städte Deutschlands online zur Verfügung. Der Gender-Index wird jährlich fortgeschrieben. Positive und negative gleichstellungspolitische Entwicklungen werden dadurch deutlich. 

 

In der Publikation „Mit dem Gender-Index gleichstellungspolitisch nach vorn!“ werden Beispiele einer gelungenen Gleichstellungspolitik auf kommunalpolitischer Ebene analysiert und dargestellt. Die Auswahl der Kreise fand auf Basis der Gender-Index-Ergebnisse statt. Sie werden in der Publikation in Kontext gesetzt mit dem jeweiligen vor Ort existierenden arbeitsmarkt- und strukturpolitischen Kontext. Vor Ort handelnde Akteurinnen und Akteure (Gleichstellungsbeauftragte, Wirtschaftförderstellen, Vertreterinnen und Vertreter der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter) kommen ebenfalls zu Wort. So sind facettenreiche Bilder der gleichstellungspolitischen Situation wie auch der umgesetzten Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung in 10 Kreisen/ kreisfreien Städten Deutschlands entstanden, die neue Anregungen für gleichstellungspolitische Arbeit in anderen Kreisen/ kreisfreien Städten liefern und zeigen, dass der Gender-Index als zielführendes Instrument für die kommunale gleichstellungspolitische Arbeit eingesetzt werden kann.
Die Publikation kann hier heruntergeladen werden.


 

Der Beschäftigungswandel in der deutschen Elektroindustrie - Daten und Fakten aus frauenpolitischer Perspektive, 2008. Auftraggeber/Auftraggeberin: IG Metall-Vorstand, Frauen- und Gleichstellungspolitik. In der Studie wird den Fragen nachgegangen, wie sich gegenwärtig die Erwerbssituation der weiblichen Beschäftigten in der Elektrotechnik darstellt und welche Veränderungen sich in den vergangenen Jahren vollzogen haben. Lesen Sie mehr in der Kurzfassung der Ergebnisse...

 

Gender-Index - eine Landkarte für Deutschland, 2007. Auftraggeber/ Auftraggeberin: Hans-Böckler-Stiftung. In Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Mechthild Kopel / Gerhard Engelbrech, Arbeitspapier 136, Düsseldorf. Mehr dazu...